Das Jahr 1944 und seine Folgen – Lokale Perspektiven
Chișinău, 11. bis 13. November 2025
Veranstalter: Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), Auslandsbüro Moldova – Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der Ludwig-Maximilians-Universität München – Bundesinstitut für deutsche Kultur und Geschichte im östlichen Europa (BKGE), Oldenburg – Staatliche Universität der Republik Moldau, Chișinău – Staatliche Pädagogische Universität „Ion Creangă“, Chișinău
Ort: Chișinău
Datum: 11.–13. November 2025
Autor: Tobias Weger, Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Zum zweiten Mal fand vom 11. bis 13. November 2025 in der moldauischen Hauptstadt Chișinău das Internationale Forum Moldova (IFM) statt, organisiert vom Auslandsbüro Republik Moldau der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) und dem Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der Ludwig-Maximilians-Universität München in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) in Oldenburg, der Staatlichen Universität der Republik Moldau und der Staatlichen Pädagogischen Universität „Ion Creangă“. Das Programm des IFM 2025 baute auf drei Formaten auf: ein internationales und interdisziplinäres Forschungsseminar, eine wissenschaftliche Tagung zum Thema „Das Jahr 1944 und seine Folgen – Lokale Perspektiven“ sowie eine Tagesexkursion im Süden der Republik Moldau.
Forschungsseminar
Auf die Ausschreibung für das Forschungsseminar hatten sich zehn Nachwuchswissenschaftler/innen aus mehreren Ländern gemeldet, die Projekte zur Geschichte der Region bzw. zur Republik Moldau bearbeiten. An der Staatlichen Pädagogischen Universität „Ion Creangă“ stellten sie am 11. November ihren aktuellen Forschungsstand einem Kreis von Fachleuten zur Diskussion.
Magdalena JAKUBOWSKA (Warschau) rekonstruiert auf der Grundlage eines umfangreichen Konvoluts von Korrespondenzen das frühneuzeitliche familiäre, politische und kulturelle Netzwerk, das sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts zwischen dem moldauischen Woiwoden Ieremia Movilă und dem polnischen Hochadel bis hin zu König Zygmunt III. Wasa etablierte. Eine wichtige Vermittlerrolle schrieb die Referentin der religiösen Bruderschaft an der griechisch-katholischen Maria-Entschlafens-Kirche in L’viv/Lemberg zu.
Hannah RIEDLER (Wien) fokussiert in ihrem Forschungsvorhaben „Die ungewollte Union“ auf die Bedeutung der Moldau im rumänischen Kontext der „kleinen Union“ von 1859 und der „großen Union“ von 1918. Bei der Vereinigung der Fürstentümer Walachei und Moldau standen sich in Iași/Jassy und anderen Zentren der Moldau Unionisten und Anti-Unionisten gegenüber; Letztere setzten sich aus Bojaren, konservativen Publizisten und Politikern zusammen und beschworen ein „Vaterland Moldau“ als Alternative zum vereinten Rumänien. Untersucht werden exemplarisch die Städte Botoșani und Focșani, die neben dem Zentrum Iași regionale Perspektiven ermöglichen.
Mit der Entwicklung der jüdischen Selbsthilfeorganisation B’nai B’rith befasst sich Johann NICOLAI (Berlin). Der von deutschsprachigen jüdischen Auswanderern 1843 in New York errichtete Verband gründete Ende des 19. Jahrhunderts auch in Europa Ableger, unter anderem in Deutschland und Rumänien. Dort spielte insbesondere Jakob Itzhak Niemirower eine herausragende Rolle. Der territoriale Schwerpunkt der Aktivitäten in Rumänien lag auf der Moldau, während nach 1918 in Bessarabien keine neuen B’nai-B’rith-Logen gegründet wurden. Der Referent zitierte aus einem eindrucksvollen Reisebericht Sigmund Bergels, der führenden Persönlichkeit des B’nai B’rith, der 1903 im Umfeld des Pogroms von Chișinău entstand.
Valentina ANTOCI-LISNIC (Bălți) untersucht Reaktionen der dörflichen Bevölkerung im Raion Bălți auf die Kirchen- und Religionspolitik des kommunistischen Regimes ab 1944 und berücksichtigt dabei das Zusammenwirken wirtschaftlicher und sozialer Faktoren. So formierte sich lokal und in bestimmten Phasen der Zugehörigkeit zur UdSSR, besonders in abgelegenen Gemeinden, Widerstand gegen die Profanierung oder Zerstörung von Gotteshäusern, in anderen Fällen kam es zu Aushandlungsprozessen zwischen Gläubigen und staatlichen Behörden. Mit fortschreitender Zeit und dem Heranwachsen einer neuen, bereits sowjetisch sozialisierten Generation verlor die Widerstandsbereitschaft an Intensität.
Das Promotionsthema von Olga TERZI (Chișinău) betrifft die Deportationen von Bulgaren und Gagausen aus der südlichen Moldau im Jahr 1949, die auf einen Beschluss der sowjetischen Unionsregierung zurückgingen. Sie wurden offiziell als „Strafmaßnahmen“ gegen „Kulaken“ legitimiert. Die von der Bearbeiterin ausgewerteten Dossiers ermöglichen Einblicke in die persönliche, familiäre und sozioökonomische Situation der Betroffenen und lassen im Gesamtkontext der Deportationsvorgänge eine Sonderstellung der Bevölkerung im Süden der Moldauischen SSR erkennen.
Aus ethnografischer Perspektive widmet sich Paula POPOV (Chișinău) dem Phänomen der „Hippies“ in der sowjetischen Moldau. Ihre Quellengrundlage sind textuelle und bildliche Darstellungen in zeitgenössischen Kinder- und Jugendzeitschriften, in denen etwa durch eine Umschreibung des Motivs der „Bremer Stadtmusikanten“ auf unangepasste Jugendliche verwiesen wurde. Vor allem Studierende aus Chișinău wurden seitens der Staatsbehörden als „nicht umerziehbar“ geschildert. Die Auswertung von Zeitzeugeninterviews und weiteren Archivquellen soll die empirische Grundlage noch erweitern.
Auf einer intensiven Feldforschung beruht das Projekt „Making Gagauzia“ von Tim WENZEL (Berlin), der sich methodisch auf Rogers Brubaker und Eleanor Knott bezieht. Er analysiert die Sprachenfrage und die symbolische Kommunikation, aber auch die Gestaltung von Ortseingangstafeln sowie die praktische und postulierte Bedeutung der Sprachen im autonomen Gebiet Gagausien. Den in der Literatur häufig akzentuierten Einfluss der Türkei auf die Identitätskonstruktion der Gagausen hielt der Referent aufgrund seiner Befunde für überschätzt.
Der aktuellen Entwicklung der Republik Moldau näherte sich Veronica SACCO (Rom) methodisch über einen Vergleich. Die Ausgangsfrage ihrer wirtschaftshistorischen und -politischen Untersuchung lautete, ob die Sicherheits- und Finanzpolitik des lettischen Politikers Valdis Dombrovskis als Vorbild für die EU-freundliche Praxis der von Staatspräsidentin Maia Sandu geleiteten politischen Führung der Republik Moldau dienen könne. Lettland habe in einer Situation äußerer Bedrohung den Euro als Zahlungsmittel und Symbol für die Übernahme westlicher Werte eingeführt.
Ein weiteres wirtschaftshistorisches Projekt stellte Margherita GOBBAT (Bremen) vor. Ihr Thema ist der moldauische Weinbau, der seit der sowjetischen Periode unterschiedliche Krisen durchlaufen hat. Die Anti-Alkoholismus-Politik Michail Gorbatschows schadete dem Weinbau ebenso wie ein russisches Weinembargo von 2006, das zur Gründung eines Nationalen Weinbauinstituts in der Republik Moldau führte. Aktuell wirkt sich der Krieg in der Ukraine nachteilig aus. Die Herausforderungen, die zu einer Exportverschiebung von Russland hin zu EU-Ländern geführt haben, tragen aktuell aber auch zu einer Bejahung des europäischen Integrationsprozesses bei.
Abschließend präsentierte Janine CUNEA (Berlin) Zwischenergebnisse einer persönlichen Exploration auf geschichtlichen Spuren ihrer jüdischen Vorfahren aus Bessarabien. Sie berichtete von ihren Recherchen im Archiv und an den ehemaligen Wohn- und Wirkungsstätten dieser Vorfahren im Süden der Republik Moldau.
Wissenschaftliche Tagung „Das Jahr 1944 und seine Folgen – Lokale Perspektiven“
War die wissenschaftliche Tagung des 1. Internationalen Forums Moldova im Herbst 2024 mit dem Thema „Moldova: Europäische Perspektiven – Geschichte, Gegenwart und Zukunft“ inhaltlich sehr umfassend angelegt, lenkte die Folgetagung am 12. November 2025, die wiederum in der Aula Regina Maria der Staatlichen Universität Moldau stattfand, den Blick auf lokale Phänomene des Jahres 1944 sowie seine sozialen, kulturellen und politischen Folgen.
Nach Begrüßungsworten von Igor Șarov (Rektor der Staatlichen Universität), Florian KÜHRER-WIELACH (IKGS) und Brigitta TRIEBEL (KAS) befasste sich Igor Șarov als Historiker im Eröffnungsvortrag mit historiografischen und erinnerungskulturellen Aspekten im Hinblick auf das Jahr 1944.
Svetlana SUVEICA (Regensburg) gründete in ihrer Keynote die Geschichte „zweiten Grades“ mit einem breiten Panorama der realhistorischen Ereignisse im Umfeld von 1944. Sie behandelte in ihrem Vortrag zentrale Fragen von Zäsur und Kontinuität, Gewalt und gesellschaftlichem Wandel in Bessarabien bzw. der Moldauischen SSR. Ihr Vortrag bot einen Überblick über Strukturen und Entwicklungen von der militärischen Rückeroberung Bessarabiens durch die Rote Armee im Herbst 1944 über die nachfolgende Wiederherstellung der 1940 vorgenommenen Aufteilung Bessarabiens auf die Moldauische SSR und die Ukrainische SSR. Dabei ging es um militärische und machtpolitische Aspekte ebenso wie um wirtschaftliche, soziale, ethnische und kulturelle Veränderungen.
Das erste Panel unter der Moderation von Dietmar MÜLLER (Leipzig) thematisierte Quellen und Aspekte der Erinnerungskultur(en).
Aurelia FELEA (Chișinău) konkretisierte einzelne Aspekte des Regimewechsels von 1944 anhand ausgewählter Text- und Bildquellen aus der Nationalen Agentur der Staatlichen Archive der Republik Moldau. Unter den präsentierten Quellen waren auch seltene Aufnahmen der Kriegszerstörungen der Stadt Chișinău, die nach der Wiedereingliederung in die UdSSR einen massiven Wiederaufbau erforderten.
Vasile DUMBRAVA (Leipzig) reflektierte in seinem Beitrag über den Umgang mit dem Jahr 1944 in der kollektiven Erinnerungskultur der Republik Moldau. Anhand politischer Statements aus unterschiedlichen Perioden der Transformationsphase und dem Umgang mit Denkmälern und anderen Erinnerungsstätten zeigte er die sukzessive Lösung von sowjetischen Paradigmata auf.
Das zweite, von Gerald VOLKMER (Oldenburg) geleitete Panel widmete sich sozialen Folgen und Kontinuitäten der Wende von 1944. Es ergab Einblicke in die Zusammenhänge von politischen Zäsuren, sozialen Verwerfungen und einer ethnisch oder religiös fundierten Gruppenidentität.
Eine der gravierendsten sozialen Folgen der Resowjetisierung der Moldau war die Hungersnot der Jahre 1946/47, der nach heutigen Erkenntnissen über 120.000 Menschen, etwa fünf Prozent der moldauischen Bevölkerung, zum Opfer fielen . Igor Cașu (Chișinău), der Direktor der Staatlichen Archive, fragte in seinem Beitrag nach den globalen und innersowjetischen Ursachen und Folgen dieser Katastrophe, die vom Regime nicht nur billigend in Kauf genommen, sondern auch bewusst als Repressionsinstrument gegen die Bewohner der wiedereingegliederten Sowjetrepublik eingesetzt wurde. Anhand ausgewählter Quellen spürte er einzelnen Schicksalen Betroffener nach.
Hier knüpfte Ion Duminică (Chișinău) an, der den Blick auf die sozialen Auswirkungen dieser Hungersnot auf die moldauischen Roma richtete. Die Gruppe, die im Zweiten Weltkrieg massiv verfolgt worden war, sah sich neben den allgemein schwierigen Umständen besonderen, teilweise auch traditionell bedingten Benachteiligungen ausgesetzt. Die Sowjetunion verfolgte das Ziel, die Roma in das sozialistische Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell zu integrieren. De facto hatten Roma – aller kommunistischer Gleichheitsrhetorik zum Trotz – in der Nachkriegszeit erschwerten Zugang zu Wohnraum, Bildung und Arbeit und erlebten somit eine fortgesetzte Diskriminierung.
Auch im Falle der Juden, die vor dem Zweiten Weltkrieg sieben Prozent der Bevölkerung Bessarabiens ausgemacht hatten, lässt sich eine Kontinuität negativer Behandlung seitens staatlicher Institutionen über das Jahr 1944 hinaus feststellen, wie Roman Rabinovici (Chișinău/Orhei) ausführte. Unter dem faschistischen Antonescu-Regime waren große Teile der jüdischen Bevölkerung infolge von Deportationen und Lageraufenthalten ums Leben gekommen. Die Überlebenden sahen sich ab 1944 unter der stalinistischen Herrschaft mit einem sozial motivierten Antisemitismus der Sowjetbehörden konfrontiert. Ihre enteigneten Besitztitel wurden nicht restituiert und das kulturelle und religiöse Leben stark eingeschränkt und kontrolliert. Die Folge war ein starker Exodus der moldauischen Juden in andere Länder.
Die Auswirkungen des Jahres 1944 auf Minderheiten und deren Erinnerungskulturen waren auch Gegenstand des dritten Panels, das Jana STÖXEN (Freiburg) leitete.
Welche Folgen der Regimewechsel für die bulgarische und die gagausische Gemeinschaft nach sich zog, analysierte Ivan Duminică (Chișinău). Die Angehörigen beider Gruppen lebten vor allem in ländlichen Kontexten der südlichen Moldau. Damit waren sie in besonderem Maße von der Hungersnot der Jahre 1946/47 betroffen. Die Kollektivierung der landwirtschaftlichen Betriebe zog schwerwiegende soziale und ökonomische Probleme nach sich. Ungeachtet der offiziell deklarierten Möglichkeit, die eigene Sprache und Kultur zu bewahren, setzte in der Realität eine massive Russifizierung ein, während die Merkmale des Eigenen und deren Pflege auf den privaten Bereich reduziert wurden.
Über eine Entität, die 1944/45 nur noch in Resten in der Region vorhanden war, sprach Tobias Weger (München) – die Bessarabiendeutschen. Die Anfang des 19. Jahrhunderts aus dem alemannischen und niederdeutschen Sprachraum zugewanderten Deutschen waren nämlich nahezu vollständig im Sommer 1940 von deutschen NS-Dienststellen „umgesiedelt“ worden. Aus den Neuansiedlungsgebieten in den okkupierten Ländern Polen und Tschechoslowakei hatte die Rote Armee 1945 einige Hundert aus Bessarabien stammende Deutsche in die Moldauische SSR „zurückgeführt“, die nun ihrerseits die Sowjetisierung der Region, etwa durch Deportationen oder die Verpflichtungen zu Zwangsarbeit, erfahren mussten.
Den Abschluss des Panels bildete ein dialogischer Beitrag von Heinke Fabritius (Berlin/Gundelsheim), Kulturreferentin am Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim, mit dem Fotografen Volker Kreidler, der neue visuelle Zugänge zur moldauischen Gegenwart präsentierte. Kreidler war in der Vergangenheit in künstlerische Projekte zu Orten der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der UdSSR eingebunden. Aktuell thematisiert er den Alltag in der Republik Moldau in Kooperation mit Kunststudierenden aus Chișinău und Tiraspol.
Exkursion
Im Rahmen einer ganztägigen Exkursion besuchten die Teilnehmer/innen des Nachwuchsseminars und der Tagung ausgewählte, historisch relevante Orte im Süden der Republik Moldau. In der Kleinstadt Taraclia, dem Zentrum der bulgarischen Minderheit, gab es Gelegenheit zu einem Austausch in der dortigen Hochschule, einer Niederlassung der bulgarischen Universität Ruse. Ein kleiner Stadtrundgang gab Einblicke in die lokale Erinnerungskultur. Die nächste Station war das Dorf Albota de Sus/Albota, bis 1940 eine bessarabiendeutsche Siedlung. Die dortige, ehemals evangelische Kirche wurde nach der Unabhängigkeit der Republik Moldau mit finanzieller Unterstützung von Nachfahren einstiger Bewohner restauriert und der örtlichen orthodoxen Gemeinde überlassen. In dem ebenfalls ehemals bessarabiendeutschen Dorf Ecaterinovca/Jekaterinowka bot sich die Gelegenheit, zwei Häuser aus der Zeit vor 1940 zu besichtigen, von denen eines auf Initiative eines russischsprachigen Dorfbewohners zu einem Heimatmuseum umgestaltet worden ist.
Tagungsübersicht
1. Forschungsseminar
Magdalena Jakubowska (Warschau): The Practice of Regional Collaboration Between Moldavia and the Polish-Lithuanian Commonwealth during the Reign of Ieremia Movilă (1595–1606)
Hannah Riedler (Wien): Die ungewollte Union. Moldauische Identitäten im rumänischen Einheitsstaat, 1859–1918
Johann Nicolai (Berlin): Der unabhängige Orden B’nai B’rith in Rumänien und die jüdische Selbstorganisation in Ostmitteleuropa in transnationalen Netzwerken (1889–1939)
Valentina Antoci-Lisnic (Bălți): Das bessarabische Dorf im Kommunismus. Religiöser Widerstand, Gotteshäuser und atheistischer Aktivismus im Kontext ländlicher Gemeinschaften 1944–1991
Olga Terzi (Chișinău): Peculiarities of Case Documentation and the Social Portrait of the „Dekulakized“ Bulgarians and Gagauz of the MSSR
Paula Popov (Chișinău): Image of the Soviet Hippies in MSSR represented in Mass-media of 1969–1973
Tim Wenzel (Berlin): Making Gagauzia – Nationale Identitätskonstruktionen im Alltag des ländlichen Gagausiens
Veronica Sacco (Rom): Security first: Defining Maia Sandu’s Economic Thought and Moldova’s EU Trajectory Through the Latvian Integration Model
Margherita Gobbat (Bremen): Sipping Europe: Europeanization, Informal Governance, and the Shaping of Moldovan Winemakers’ Iden
Janine Cunea (Berlin): Auf den Spuren einer jüdischen Familiengeschichte in der Moldau
2. Wissenschaftliche Tagung „Das Jahr 1944 und seine Folgen – Lokale Perspektiven“
Igor Șarov (Chișinău): Historiographische und erinnerungskulturelle Perspektiven
Svetlana Suveica (Regensburg): Bruch, Gewalt, Neuanfang: Gesellschaft und Identität in Bessarabien/Moldau im Jahr 1944
Aurelia Felea (Chișinău): Der Regimewechsel in der Moldau zwischen Pruth und Dnister am Ende des Zweiten Weltkriegs in Chișinăuer Archivbeständen
Igor Cașu (Chișinău): Die Hungersnot der Jahre 1946–1947 in der MSSR im sowjetischen und globalen Kontext: Quellen, Ursachen, Ausmaß und vorläufige Schlussfolgerungen
Ion Duminică (Chișinău): Die sozialen Auswirkungen der organisierten Hungersnot in der MSSR (1946–1947) auf die Roma-Gemeinschaften
Roman Rabinovici (Chișinău): 1944 in der Geschichte der moldauischen Juden: Vom Holocaust zum staatlichen Antisemitismus
Ivan Duminică (Chișinău): Die Folgen des Jahres 1944 für die bulgarische und gagausische Gemeinschaft
Tobias Weger (München): Bessarabiendeutsche Geschichte – Hinterlassenschaften und Erinnerung
Status quo? – Neue Bilder von Moldova. Heinke Fabritius im Gespräch mit dem Fotografen Volker Kreidler